Gesinnungs- und Verantwortungsethik

Vortragsabend über Gesinnungs- und Verantwortungsethik aus freimaurerischer Sicht am Beispiel der Flüchtlingspolitik 

Seit wir in jüngster Zeit Zeuge aufgewühlter Debatten über Hilfsbereitschaft und Toleranz gegenüber Fremden in unserem Land geworden sind, prallen verhärtete gesinnungsethische Fronten zwischen Rechts und Links aufeinander. Da sich dem Problemdruck kein ernstzunehmender Bürger entziehen kann, muss sich auch die Freimaurerei der Herausforderung stellen. Freimaurerlogen sollten dabei der unaufhebbaren Spannung zwischen nationaler Selbstbezogenheit und humanitären Ansprüchen mit Augenmaß begegnen. Wo ist der rechte Platz für nationale Eigeninteressen, wo verlangt der Dienst am Nächsten Beachtung ? Und vor allem: Was bedeuten diese Wahlmöglichkeiten  für den freimaurerischen Blick auf politisches Handeln, das sich am Maßstab der Verantwortbarkeit orientiert? Hier sollte sich abseits gesinnungsethischer Aufgeregtheit freimaurerischer Ehrgeiz zu erkennen geben, ein Forum des nachdenklichen Austausches über die politischen Gräben hinweg anzubieten. Anregungen in dieser Richtung verspricht ein Vortrag über Gesinnungs- und Verantwortungsethik aus freimaurerischer Sicht, den der Paderborner Geschichtsprofessor Dietmar Klenke auf einem Gästeabend der Symbola, der Bielefelder Freimaurerinnenloge gehalten hat.